Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Lebenswertes Helsa“ vom 20.02.2015

Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Helsa“ (BI) erklärt die Mediationsgespräche bzgl. der Bebauung der bewaldeten Höhenlagen mit 200 Meter hohen Windenergieanlagen um Helsa für gescheitert!
Die vom Bürgermeister der Gemeinde Helsa, Tilo Kühthe, initiierten und durch Mediatoren des Landes Hessen begleiteten Gespräche hatten ausschließlich das Ziel, für die bereits beschlossenen Pläne der Bebauung mit Windenergieanlagen um Helsa zu werben!
Den Vertretern der BI wurde lediglich gestattet, Fragen zu stellen. Ein Mitspracherecht an der Umsetzung der kritisierten Pläne war für sie zu keiner Zeit beabsichtigt!
Die Städtischen Werke Kassel ließen durch ihren Sprecher Ingo Pijanka hierzu über die HNA am 29.01.2015 wissen, mit welcher Absicht sie die Gespräche führen wollen: nämlich ausschließlich um darüber zu „informieren“ was gebaut wird! Dies ist eine Fortsetzung der Aussage in der HNA vom 23.01.2015, dass es „keine Verhandlungen im Sinne der Bürger geben wird“. Das widerspricht absolut einem im Ergebnis offenen Gespräch im Rahmen einer Mediation!!
In gleicher Weise wie die Städtischen Werke, sieht der Mediator Dr. Ewen sein Ziel darin, der Bevölkerung ein „vernünftiges Bild (HNA, 29.01.2015) der Projekte“ zu vermitteln!
Für die BI wurde damit endgültig deutlich, dass der Protest von Seiten der Bevölkerung in der Gemeinde, die sich um den Erhalt der Landschaft, für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und für den Schutz von Wald und Tier einsetzen, in der Gestaltung der Zukunft der Gemeinde keinen Platz hat und nicht erwünscht ist!
Außerdem „sei es wichtig“ laut Dr. Ewen, dass in Helsa der „Gesprächsfaden nicht abreißt“ während er davon spricht, dass im Stiftswald schon diesen Februar mit dem Abholzen des Waldes zu rechnen sein könnte (HNA, 29.01.2015)!
Für diese Farce gibt sich die BI nicht her und erklärt die sogenannten Gespräche für gescheitert!

Der Verein “Lebenswerter Kaufunger Wald e. V.” ist gegründet

In den vergangenen zwei Jahren setzten sich die Mitglieder der Bürgerinitiative „Lebenswertes Helsa“ (BI) für den Erhalt der nordhessischen Natur und Waldlandschaft und gegen eine Umzingelung der Gemeinde Helsa durch 28 je 200m hohe Windkraftanlagen ein. Betrieben werden sollen diese Windkraftanlagen durch die Städtischen Werke AG Kassel und die Stadtwerke Union Nordhessen (SUN).

Ziel war unter anderem der Schutz der Bürger vor Gesundheitsgefahren wie Schattenwurf, Lärm und besonders Infraschall. Außerdem auch die Verhinderung von Wertverlusten der Immobilien, der Erhalt der Attraktivität von Helsa für junge Familien und der Schutz der hier lebenden Wildtiere wie Rotmilan, Schwarzstorch, Luchs und Wildkatze.

Ein kleiner Teilerfolg war bereits die Herausnahme der Standorte „Hirschberg“ und „Buchberg“ aus den Planungen und somit eine Verringerung der Anzahl der Windkraftanlagen auf „nur noch“ 23 Stück.

Für 14 der vorgesehenen Windkraftanlagen entschlossen sich die Städtischen Werke AG , das vorgeschriebene zweite Anhörungsverfahren des Regierungspräsidiums zum Teilregionalplan nicht abzuwarten und beantragten die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Dieses Genehmigungsverfahren wird ohne weitere Beteiligung der Bevölkerung durchgeführt! Hiergegen protestierte die BI scharf.

Die weitgehende Passivität der Bevölkerung in dieser Angelegenheit wurde von der kommunalen Politik offensichtlich als Zustimmung für die Ausbaupläne gewertet. Die BI schließt daraus aber, dass die Bevölkerung über die gesundheitlichen Auswirkungen und die Tragweite des Vorhabens nicht ausreichend informiert ist.

Um handlungsfähiger und damit effektiver sein zu können und um das Aktionsbündnis „Rettet den Kaufunger Wald!“ besser zu unterstützen, wurde nun der gemeinnützige Verein „Lebenswerter Kaufunger Wald e.V.“ (www.lebenswerter-kaufungerwald.de) gegründet.

Mit einer Mitgliedschaft und einem Beitrag von 24,00 € pro Jahr können alle Bürger/innen und Betroffenen unsere Arbeit unterstützen. Durch die anerkannte Gemeinnützigkeit können auch Spendenquittungen zur steuerlichen Absetzbarkeit ausgestellt werden. Das Vereinskonto ist bei der VR-Bank eingerichtet (IBAN: DE 46 5226 0385 0001 2844 95, BIC: GEN0DEF1ESW). Auf unserer Homepage kann man eine Beitrittserklärung anfordern. Wir freuen uns auf viel Unterstützung!

Der Verein „Lebenswerter Kaufunger Wald e.V.“ stellt fest: „Wir sind weiterhin vehement gegen die Ausbaupläne sowohl im Stiftswald als auch auf dem Rohrberg und dem Kreuzstein. Die Verwirklichung dieser Pläne wird den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Helsa, allen Anrainern des Kaufunger Waldes, der Natur und der wunderbaren Landschaft große irreparable Schäden zufügen! Wir unterstützen Betroffene, die ihre Gesundheit oder ihr Eigentum rechtlich schützen möchten, gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten.“

Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis „Rettet den Kaufunger Wald!“ und dem Landesverband Vernunftkraft Hessen (www.vernunftkraft-hessen.de) kämpfen wir weiter mit Ihnen und für Sie!

Wie klein ist groß?

Die gigantischen Ausmaße einer 200 Meter hohen Windkraftanlage und die bedrängende Wirkung auf umliegende Orte sind oft nur schwer vorstellbar. Verlassen Sie sich bitte nicht auf unrealistische Fotomontagen, auf denen die Anlagen winzig und unscheinbar dargestellt sind.

Eine kleine Windmühle dreht sich leise am Horizont? JA -in den ausreichend entfernten Nachbarorten mag das stimmen. Mit genügend Abstand (und vor allem wenn man selber keine negativen Auswirkungen zu befürchten hat) ist es sicher ein einfaches, den geplanten Bau der über 20 Windkraftanlagen um Helsa zu forcieren.

Zeit für die Realität: Unten sehen Sie 3 Fotos, die in Landwehrhagen aufgenommen wurden. Zu sehen Sie die beiden Windkraftanlagen am Sandershäuser Berg bei Kassel. Lassen Sie die Bilder auf sich wirken und stellen Sie sich die Anlagen nun in 10-facher Anzahl auf den Höhenzügen um Helsa vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrigens: Landwehrhagen ist ca. 1,5 – 2 Kilometer von den beiden Windkraftanlagen entfernt. Der vom Gesetzgeber festgelegte Mindestabstand zur Wohnbebauung beträgt sogar nur lediglich 1000 Meter.

Bürgerentscheid gegen Windkraft -ein Beispiel macht Schule!

Während man sich in Nordhessen noch um “Akzeptanz in der Bevölkerung” für ca. 25 Windkraftanlagen um Helsa bemüht, lehnen in Südhessen die Menschen bereits rund halb so viele Anlagen per Bürgerentscheid ab.

“Sind Sie dafür, dass die Stadt Oestrich-Winkel keine städtischen Flächen zur Verfügung stellt, um Windkraftanlagen zu errichten oder zu betreiben?” lautete die Frage, die den Einwohnern von Oestrich-Winkel (Rheingau-Taunus) gestellt wurde.

59,8 % der Teilnehmer stimmten mit JA. Das “Aus” für die rund 12 geplanten Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm.

Das Ergebnis eines Bürgerentscheids ist nach Paragraf 8 der Hessischen Gemeindeordnung ebenso verbindlich, wie ein Beschluss der Gemeindevertretung. Die Politik kann den Bürgerentscheid erst nach 3 Jahren abändern.

Auch in Eltville wird das Novum der Bürger ausschlaggebend sein. Der Bürgermeister möchte hier, bevor er sich für oder gegen die geplanten 8 Windkraftanlagen positioniert, zunächst die Stimmung in seiner Gemeinde einfangen. Ein lobenswertes Beispiel!

Während René Rock (FDP) von einem “Weckruf” spricht, äußert sich Timon Gremmels (SPD) in einem Beitrag des hr wie folgt: “In der Tat tut die Landesregierung zu wenig für die Akzeptanz. Wirtschaftsminister Al Wazir und Umweltministerin Hinz, beide von den Grünen, sollten nicht nur im Plenarsaal reden, sondern auch vor Ort zu den Menschen gehen”.

Unser Tipp: Statt viel Geld in breit angelegte Werbekampagnen zur Akzeptanzschaffung zu investieren, sollte den Menschen hier endlich eine vernünftige Planung präsentiert werden!

Man muss nicht unbedingt in Helsa wohnen, um nachvollziehen zu können: Rund 25 Windkraftanlagen sind -mit oder ohne Werbemaßnahmen- für eine kleine Gemeinde nicht zu verkraften!

FDP gegen Windkraftpläne der Städtischen Werke

In einer Pressemeldung hat die FDP Fraktion Kassel Stellung zu den Plänen der Städtischen Werke Kassel bezogen, die zahlreiche Windkraftanlagen um Helsa errichten  wollen. Hier ein Auszug:

Das Versperren unserer nordhessischen Landschaftshorizonte mit Windenergieanlagen durch die Städtischen Werke ist die gewalttätigste Vernichtung des historischen, über Jahrhunderte erhaltenen Landschaftsbildes, die je zu Friedenszeiten in Deutschland stattgefunden hat.”

Lesen Sie hier die vollständige Erklärung.

10H-Regelung tritt in Bayern in Kraft

Vor einigen Tagen ist im Bundesland Bayern die 10H-Regelung für Windkraftanlagen in Kraft getreten. Der Abstand zur Wohnbebauung muss nun mindestens die 10-fache Höhe der Anlagen betragen. Bei einer Anlagenhöhe von derzeit Rund 200 Metern bedeutet dies, dass ein Abstand von 2 Kilometern zu Wohnhäusern eingehalten werden muss.

Die Bayerische Regierung möchte damit die Menschen vor den Gefahren schützen, die von den immer höher werdenden Windkraftanlagen ausgehen. Die Gründe, warum auch das Ärzteforum Emissionsschutz diese Abstandsregelung für dringend erforderlich hält, lesen Sie unter www.aefis.de.

Ottmar Bernhard, Bayerischer Landtagsabgeordneter der CSU äußerte sich zur neuen Abstandsregelung wie folgt:

„Es ist nötig, dass wir den Schutz der Betroffenen verbessern. Es geht um einen vernünftigen Interessensausgleich zwischen denen, die Windräder bauen wollen, und denen, die von Windrädern betroffen sind“

Leider beträgt in Hessen der Abstand von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung -unabhängig von der Anlagenhöhe- lediglich 1000 Meter.

„Saubere Wende“? Staatssekretär irrt.

In der ZEIT vom 4.12.14 hatte der Regierungsvertraute Dr. Patrick Graichen vom Think Tank AGORA bezüglich der Energiewende fundamentale Irrtümer konzediert. In einem Namensartikel vom 11.12.14 versuchte der zuständige Staatssekretär Rainer Baake (Grüne), dieses Eingeständnis zu relativieren.
In der ZEIT vom 4.12.14 wurde ein „schmutziges Geheimnis“ der Energiewende gelüftet: Die Tatsache, dass der subventionierte Ausbau von Windkraft und Photovoltaik den CO 2 -Ausstoß erhöht und dem vorgeblichen Klimaschutz einen Bärendienst erweist. Dr. Patrick Graichen, Vordenker dieser Politik, konzedierte, dass man einem „kollektiven Irrtum“ unterlegen sei.
Postwendend bemühte sich Rainer Baake, zuständiger Staatssekretär im
Bundeswirtschaftsministerium, jegliche Zweifel an dieser Politik zu zerstreuen.
In einem Namensartikel mit dem Titel „Saubere Wende“ in der ZEIT vom
11.12.14 stellte er zentrale physikalische, technische und ökonomische
Sachverhalte verzerrt dar.
VERNUNFTKRAFT. hat sich daher in einem offenen Brief an den Staatssekretär gewandt und die von ihm verbreitete „Vision“ mit der technischen und ökonomischen Realität abgeglichen. Die Analysten des bundesweiten Bündnisses aus aktuell 482 Bürgerinitiativen kommen zu dem Schluss, dass der Staatssekretär eine Machbarkeitsillusion erzeugt und die ökologischen und ökonomischen Kosten der von ihm verantworteten Politik unterschlagen habe. Technologie-Experte Dr.-Ing. Detlef Ahlborn dazu:
„So, wie sie konzipiert ist, ist die „Energiewende“ erwiesenermaßen unmöglich.
Das fortgesetzte Ignorieren physikalischer und statistischer Gesetzmäßigkeiten
schadet unserem Land. Wer ein totes Pferd reitet, muss die Peitsche weglegen
und endlich absteigen.“

Lesen Sie hier den vollständigen offenen Brief: http://www.vernunftkraft.de/baake/

Deutschland verfehlt Klimaziele

In der aktuellen Ausgabe der ZEIT online erklärt Patrick Graichen (www.agora-energiewende.de), warum Deutschland seine Klimaziele deutlich verfehlen wird. Man habe sich geirrt, räumt Graichen ein.

Weder die vielen neuen Windkraft-, noch die Solaranlagen leisten, was man sich von ihnen versprochen habe. Die schmutzigen Kohlekraftwerke könnten nicht durch sie ersetzt werden. Die Energiewende mache, so wie sie jetzt angelegt sei, die Luft sogar dreckiger.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel: http://www.zeit.de/2014/50/schmutziger-irrtum-energiewende-klimawandel

Lesen Sie nach, wie es zu diesem Irrtum kommen konnte.

Angesprochen werden hier auch die zahlreichen einflussreichen Akteure in der Branche der Erneuerbaren: Damit die Subventionen für die Wind- und Sonnenbranche weiter zahlreich fließen, werde dafür gesorgt, dass jedes Problem bei der Energiewende lösbar erscheine.